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Fonds - Basisinformationen

 

Ein Investmentfonds ist eine Sammlung von Wertpapieren - meist Hunderten - die in überschaubaren Stückelungen gekauft werden können.

 

Die Vorteile:

  1. Risikostreuung: Statt in einem einzigen Wertpapier anzulegen, erwirbt man Fondsanteile, die in vielen Wertpapieren anlegen. Das Verlustrisiko ist dadurch deutlich verringert - der Konkurs eines einzelnen Wertes fälllt kaum ins Gewicht.
  2. Weniger Schwankungen: Vermögen, das sich auf mehre Werte verteilt, schwankt in aller Regel weniger als die Einzelwerte - Kursverluste in einem Wertapier werden möglicherweise von Gewinnen anderer ausgeglichen.
    Aber Achtung: Auch ganze Börsen oder Branchen können schwanken!
  3. Man kann ganze Anlageklassen mischen - etwa Immobilien, Aktien, Festverzinsliche, einzelne Branchen
    oder Themen
  4. Sondervermögen: Die Gelder der Anleger werden als sogenanntes Sondervermögen angelegt.
    Das heißt: Auch wenn der Herausgeber des Fonds in Konkurs geht bleibt das Geld erhalten. Dies unterscheidet Fonds deutlich von Zertfikaten aller Art.
  5. Fonds kann man auch ansparen: Im Gegensatz zu den meisten Anlageformen können in Fonds auch überschaubare monatliche Beträge ( ab etwa 50 EUR ) angespart werden.
     
  6. Sie sind daher ideal zum Vermögensaufbau, insbesondere auch weil bei gleichbleibenden Einzahlungen bei billigen Kursen viele Anteile, bei höheren Kursen weniger gekauft werden ( Cost Average ).

Als nachteilig bei Fonds werden oft die Kosten empfunden: Die Spannbreite reicht von rund 3 % bis zu mehr als 5 % - hinzu kommt eine jährliche Verwaltungsgebühr  im Bereich von etwa 0,25 %.

Fonds eignen sich also nicht unbedingt für die Anlage von heute auf morgen: Wer aber allein 1 x jährlich seine Aktien umschichtet ( An- und Verkauf jeweils meist 1 % ) der fährt schon nach weniger als 3 Jahren günstiger

Natürlich gibt es auch Broker, bei denen Aktien günstiger gehandelt werden, ebenso wie es häufig Rabatte - je nach Anbieter - für verschiedene Fonds gibt.

Der Fondskurs wird einmal börsentäglich festgestellt

Ferner ist hier die Rede von aktiv gemanagten Fonds, was bedeutet, das ein Fondsmanager versucht die bestmöglichen Werte zu finden.

Im Gegensatz dazu stehen die passiven Fonds oder Exchange Traded Fonds ( kurz ETFs ) die einfach einen Index nachbilden, bei sonst gleichen Vorteilen ( Sondervermögen, Risikostreuung )

Diese sind auch bei den Gebühren niedriger (  etwa wie Aktien 1 % je An - und Verkauf ) und es werden meherer Kurse täglich gestellt. Entsprechend sind sie eher für den aktiveren Anleger geeignet.

Ein Nachteil der ETFs sei aber noch genannt: Sie bilden immer einen Index nach, teilweise wird dieser sogar eigens hierfür gebaut. So kann es unter Umständen vorkommen, da ein asiatischer Leitindex zu 40 % aus Bankaktien - dann kann man nicht mehr wirklich von einer " Streuung " sprechen.

Ein " Besser " oder " Schlechter " gibt es also nicht unbedingt, sondern eher ein " Passender "

Und mit noch einem sehr häufigen Irrtum sei hier aufgeräumt:

Viele Anleger glauben, das ein Aktienfondsmanager einfach das zufließende Geld " parken " könnte, wenn er meint, das sich eine Anlage in Aktien nicht lohnt, oder gar den kompletten Bestand verkaufen könnte.

Das ist FALSCH: Jeder Fonds hat seine Anlagerichtlinien. Meist ist nur ein Barbestand bis maximal 10 % erlaubt. Der Fondsmanager kann dann sogar in die lage kommen, gerade dann wenn die Stimmung gut ist und die meisten Mittel zufließen anlegen zu MÜSSEN, auch wenn er der Meinung ist der Markt sei an seinem Höhepunkt.

Der tiefere Sinn liegt darin, das in einem

FONDS DAS DRIN IST, WAS DRAUF STEHT

und der nächste Käufer der Anteile will ja in Aktien und nicht in eine halb gefüllten Fonds investieren.

Derselbe Grundatz gilt natürlich für alle Fondsarten, selbst sogenannte Mischfonds erlauben in 95 % aller Fälle nur eine Umschichtung innerhalb von 20 % etwa zwischen Aktien und Renten.

Nach meiner persönlichen Meinung ist ein Mischfonds daher auch oft enttäuschend: Fallen die Aktienlurse wünscht man sich mehr sicherere Anteile, steigt er wird er durch genau diese selbst gebremst.

 TIPP: DIE MISCHUNG DER ANLAGEKLASSEN SELBST VORNEHMEN UND 2 FONDS KAUFEN

Dann ist man auch flexibler und kann je nach Geschmack und Marktlage selbst wählen.